Votum zur Markthalle von Hannah Wey
Geschätzte Anwesende, und insbesondere liebe Schülerinnen und Schüler auf der Tribüne
Bevor ich das Abstimmungsverhalten von uns Grünen erläutere, möchte ich zwei Danksagungen aussprechen.
- Zuerst bedanken wir Grünen uns für die engagierte Arbeit des Kuratoriums in den vergangenen Jahren. Ich muss offen gestehen: Vor diesem Projekt war ich persönlich überzeugt, dass nur ein Abriss der hässlichen Villa Durchzug die richtige Lösung wäre. Doch die gelungene Kuratierung hat mich eines Besseren belehrt. Sie hat gezeigt, dass mit der bestehenden Halle etwas Lebendiges, Attraktives und Identitätsstiftendes entstehen kann. Besonders wichtig ist uns bei dieser Kuratierung die Betriebsleitung, sodass die Anwohner:innen eine feste Ansprechperson haben, die bei Fragen und Problemen vermitteln und so das Miteinander im Quartier stärken kann. Darum sind wir Grünen bereit, die notwendigen finanziellen Mittel zu sprechen, um diese positiven Entwicklungen in und rund um die Halle fortzuführen. Aus diesen Gründen werden wir den Antrag der SVP geschlossen ablehnen.
- Der zweite Dank gilt der Stadtverwaltung für die bisherigen Abklärungen zu den Wasserelementen. Bekanntlich setzen wir Grünen uns gerne sehr für solche ein, aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Daher ist es für uns ein No-Go, dass wertvolles Trinkwasser in einen künstlichen Bachlauf eingespeist wird. Aber, wir können uns eventuell eine Offenlegung des Stadtbachs vorstellen, wie es im Änderungsantrag von Pro Aarau vorgeschlagen ist. Damit würde Bachwasser – und nicht Trinkwasser – fliessen, und nur in Zeiten, wenn man tatsächlich genug davon hat, und sonst würde der Lauf leer stehen. Diese Idee scheint uns zumindest eine Prüfung wert, sodass wir bei der Besprechung des Bauprojektkredits nochmals über dieses Element diskutieren können.
Zusammengefasst: Die Grünen sympathisieren grundsätzlich mit Variante 3 und werden einstimmig dem Änderungsantrag von Pro Aarau zustimmen. Falls dieser oder der Antrag der FGPK heute Abend eine Mehrheit findet haben wir eine letzte Bitte: Die Sanierung von der Markthalle soll bitte genutzt werden, um die Halle auch baulich offener und heller zu gestalten, sprich eine sorgfältige bauliche Aufwertung, sodass die Halle weiterhin vielfältig genutzt werden kann und als Raum ohne Konsumzwang noch attraktiver wird.